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Eintrag / letzte Änderung: 18.09.2008
Auswirkungen von DRGs und DMPs auf die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Typ 1 Diabetes
Titel des Projekts:
Verändern neue Rahmenbedingungen ( DRG's und DMP's) die ambulante und stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1 Diabetes in Deutschland?
Ausgangssituation:
Spezifische Untersuchungen zu Auswirkungen von gesundheitspolitisch motivierten Änderungen struktureller oder ökonomischer Rahmenbedingungen wie DRGs und DMPs auf die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Typ 1-Diabetes liegen nicht vor. Hypothesen sind: 1. Die Häufigkeit und die Dauer stationärer Aufenthalte nehmen ab. Insbesondere stationäre Diabetes-Schulungen, die aktuell einen hohen Anteil der stationären Aufenthalte bei Kindern und Jugendlichen mit Typ 1-Diabetes ausmachen, gehen zurück. 2. Es werden in Zukunft vermehrt ambulante Diabetes-Schulungen angeboten. 3. Diese Veränderungen sind bei jungen Patienten und bei Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien geringer ausgeprägt. Möglicherweise wird sich die Inanspruchnahme von Schulungen in dieser Gruppe verringern, und Ergebnisse sich verschlechtern.
Zielsetzung:
Ziele sind - die Evaluation von Veränderungen in Häufigkeit, Dauer und Gründen stationärer Aufenthalte a.) nach Einführung der DRG’s und b.) nach Einführung des DMP für den Typ 1-Diabetes - die Evaluation von Veränderungen in der diabetesspezifischen ambulanten Versorgung (Häufigkeit von Kontrollterminen, Labordiagnostik, Retinopathiediagnostik, Patientenschulung) - die Beobachtung von potentiell assoziierten Veränderungen in den Versorgungsergebnissen, insbesondere der Stoffwechseleinstellung (Ketoazidose-Rate, HbA1c-Wert, Hypoglykämie-Rate) - die Analyse von Zusammenhängen der Zielparameter zu Alter der Patienten, Diabetesdauer und zur sozialen Lage.
Methoden / Maßnahmen:
Analysiert werden - potentielle Veränderungen von Umfang (Hospitalisierungs-Inzidenzen und -Tage) und Gründen der Hospitalisierung, - Verschiebungen von Leistungen in den ambulanten Bereich (Inzidenzen ambulanter Schulungen) - Versorgungsergebnisse (Inzidenzen von Akutkomplikationen, HbA1c). Verschiedene Patientensubgruppen – neuentdeckte Patienten, sehr junge Patienten, solche an der Schnittstelle zur Erwachsenenbetreuung und sozial benachteiligte Patienten wie z.B. Kinder von Migranten - sollen besondere Beachtung finden. Die Untersuchungen werden an einer Kohorte von über 15.000 Kindern aus 156 pädiatrischen Kliniken durchgeführt. Basis sind die Daten der DPV-Initiative, die im Rahmen der prospektiven Qualitätsdokumentation seit 10 Jahren kontinuierlich anonymisierte Patientenverläufe von Kindern und Jugendlichen aus Deutschland erfasst und deskriptiv auswertet. Ausgewertet werden Daten von 2000-2007. Geschätzt werden Inzidenzen der Zielvariablen. Der Einfluss der unabhängigen Variablen auf die Zielgrößen wird mittels multivariater Regressionsmodelle unter Einbeziehung von Interaktionstermen geschätzt. Bezüglich relevanter Confounder wird adjustiert, Cluster und Abhängigkeitsstrukturen bei wiederholten Ereignissen werden berücksichtigt (generalisierte multivariate Modelle, insbesondere verschiedene Varianten von GEE-Modellen (generalized estimating equations), random effects models bzw. mixed models). Keywords
Homepage des Projektes:
Schwerpunkte:
Versorgung und Forschung

Versorgung und Forschung
Ansprechpartner / Projektleiter
Name
Frau
PD Dr. Dr. Andrea Icks
Adresse
Auf'm Hennekamp 65
40474 Düsseldorf
Telefon
0211 / 3382354
Fax
0211 / 3382677
E-Mail
icks@ddz.uni-duesseldorf.de
Institution
Deutsches Diabetes-Zentrum, Institut für Biometrie und Epidemiologie
Position
Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Leiterin des Bereichs Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Land
Kooperationspartner
Name
Prof. Dr.  Reinhard Holl
Stadt
Ulm
Institution
Medizinische Fakultät der Universität Ulm, Institut für Epidemiologie
Land
Finanzierung
Öffentliche Gelder
Bundesärztekammer NAFDM
Zeitlicher Rahmen
Projekt
laufend
Beginn
09/2008
Laufzeit (Monate)
24
Reichweite
Bundesland
Bundesweit
Evaluation
 
nein
 
Publikationen
 
ja, Publikationen sind
geplant
NAFDM-Zertifizierung
 
ja