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Eintrag / letzte Änderung: 18.09.2008
ASP Waslala - wir bringen Kinder in Bewegung
Titel des Projekts:
Der Abenteuerspielplatz Waslala - eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit
Ausgangssituation:
Unsere Zielgruppe sind Kinder- und Jugendliche zwischen 8 bis 14 Jahren. Diese Mädchen und Jungen befinden sich in einem Lebensabschnitt im Übergang vom Kind zum Jugendlichen, der von vielen Problemen und Unsicherheiten gekennzeichnet ist. Der überwiegende Teil der Kinder kommt aus dem Neubaugebiet in Berlin Altglienicke. Je nach Witterungsverhältnissen kommen täglich zwischen 30 und 60 Kinder zu uns.Wir arbeiten auf dem Waslala mit Methoden der Erlebnispädagogik und der tiergestützten Pädagogik. Durch die vielfältigen Möglichkeiten, die der Abenteuerspielplatz bietet, haben Kinder- und Jugendliche die Chance ihr Lebensumfeld selbst zu gestalten, zu verändern und an ihre jeweiligen Bedürfnisse anzupassen. Der Abenteuerspielplatz ist neben Familie und Schule ein wichtiger kindlicher Sozialisationsraum. Die Kinder- und Jugendlichen lernen hier Konflikte zu lösen, Toleranzfähigkeit zu üben und Eigenverantwortung zu entwickeln. Durch das Prinzip der Offenheit ist der Waslala eine Stätte der Begegnungsmöglichkeit und Integration. Altglienicke ist ein Ortsteil in isolierter Stadtrandlage mit wenig Infrastruktur und Freizeitmöglichkeiten, dagegen Hochhäusern, Autobahn und Flughafennähe und einem sehr niedrigen Sozialindex . Jugendliche im Alter von 8- 14 Jahren bilden im Sozialraum Altglienicke die am stärksten vertretene Personengruppe, mit einem jährlichen Zuwachs von ca.10 %. Etwa die Hälfte der Kinder kommen aus so genannten Problemfamilien, d.h. belastete Familienverhältnisse durch Fehlen eines Elternteils und/oder Arbeitslosigkeit, beengte Wohnverhältnisse, mehrere Geschwister und Halbgeschwister. Die Kinder, die unsere Kindereinrichtung besuchen weisen sehr häufig starke Verhaltensauffälligkeiten wie ADS, Hyperaktivität, Sprachstörungen, Entwicklungsverzögerung sowohl im kognitiven als auch im motorischen Bereich auf. Viele von ihnen haben große Defizite im Bereich soziale Kompetenz. Viele unserer BesucherInnen besuchen eine Sonderschule oder die entsprechende Förderklasse der Grundschule. In vielen Familien ist gemeinsames Verbringen der Freizeit, gesunde Ernährung oder Sport im Verein kein Thema. Erholung und Entspannung finden in den Familien vor dem Fernseher und Computer und evt.im Hof zwischen den Hochhäusern statt.
Zielsetzung:
Die präventive Arbeit auf dem Abenteuerspielplatz setzt bei der Stärkung von Kindern an, sowohl deren körperliche, als auch soziale Fähigkeiten sollen bestmöglich gefördert werden, um sie stark zu machen für den Alltag. Auf dem Abenteuerspielplatz werden Kompetenzen der Kinder gestärkt, die für ihre Entwicklung und ihre Gesundheit zwar äußerst wichtig sind, in ihrem sonstigen Alltag jedoch oft wenig gefördert werden. Beim Hangeln, Klettern, Rennen, Toben, Reiten und Ponies führen, beim Hämmern und Sägen, Buddeln, Balken setzen und Schubkarren voll Mist oder Holz fahren wird ihre Motorik auf verschiedenste Weise geschult. Beim Bau an der gemeinsamen Hütte, beim Führen eines andern Kindes auf dem Pony, bei der Pflege der Tiere, in Kinderversammlungen und bei gemeinsam geplanten und durchgeführten Aktionen wird ihr Sozialverhalten positiv gestärkt, sie lernen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Genau hierin liegt der präventive Charakter unserer pädagogischen Arbeit. Indem Kinder bei uns Risiken in einem geschützten Umfeld und unter der Aufsicht von Erwachsenen erproben können lernen sie, Gefahren einzuschätzen und können ihre Grenzen austesten ohne sich und andere dabei zu gefährden. Kinder, die motorisch weiter entwickelt sind können schwierige Situationen im Alltag leichter meistern, sie gewinnen Selbstvertrauen und Spaß am eigenen Körper und an der Bewegung. Kinder, die gelernt haben nicht nur auf ihre eigenen Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen, sondern sich für andere verantwortlich fühlen – sei das jetzt ein tierischer oder menschlicher Spielfreund – werden auch in ihrem Alltag außerhalb der Einrichtung eher auf diese soziale Kometenz zurückgreifen können. Immer mehr Kinder sind heutzutage körperlich und seelisch krank, ob sie nun an Eßstörungen, ADS, Kopfschmerzen durch Stress und Leistungsdruck oder Lernschwächen, autoaggressiven Handlungen oder so vielen anderen Krankheiten und Störungen, die Eltern, PädagogInnen und ÄrztInnen alarmiert feststellen zu leiden haben. Der ASP Waslala bietet viele Möglichkeiten, solchen kindlichen Krankheiten vorzubeugen, sie zu mildern oder zumindest dem Kind das Leben mit einer Krankheit oder Behinderung zu erleichtern/ verbessern. Der Abenteuerspielplatz stellt für viele Kinder einen Schutzraum dar – Schutz vor Vernachlässigung durch die Sorgeberechtigten, Schutz vor Gewalt durch ältere Kinder oder Erwachsene, Schutz vor alltäglichen Gefahren, wie Autoverkehr, vor Drogenkonsum der sie oft ständig umgibt (auf dem ASP sind strikt keine Drogen zugelassen also auch keine Zigaretten oder Alkohol).
Methoden / Maßnahmen:
Als Beispiel unserer Methoden ein Auszug aus unserem Konzept "Reitprojekt" Wir fördern die Kinder in unserem Reitprojekt auf verschiedenen Ebenen: Motorik: •Förderung von Koordination und Gleichgewicht •Verbesserung der Beweglichkeit und Geschicklichkeit •Konzentration und Einfühlung auf die Bewegung des Pferdes mit dem Ziel der Losgelas-senheit •Erreichen eines Oytonus mit Hilfe der dreidimensionellen, rythmischen Bewegung des Pferdes Soziales Lernen: •Vertrauen zum Partner (Pferd, Tier, Pferdeführer, Erwachsener) aufbauen •Helfen und Hilfe annehmen •Eingliedern der Ich – Ansprüche in das Gruppengeschehen; Bereitschaft zu Kompromissen •Beziehungen auf- und ausbauen; Aufbau und Erleben von verlässlichen Beziehungen •Akzeptieren und Einhalten gemeinsam erstellter Regeln •Anerkennung der Leistung anderer •Zerstörerische und aggressive Verhaltensweisen abbauen Emotional/ Geistiger Bereich: •Wahrnehmungsschulung •Stärkung des Selbstbewusstseins, des Selbstwertgefühls und des Vertrauens in die eigene Kraft •Annehmen von positiver Kritik •Eingestehen und Überwinden lernen von Ängsten •Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein •Erhöhung der Frustrationstoleranz •Erleben der eigenen körperlichen und emotionalen Grenzen •Erleben körperlicher und emotionaler Energien
Homepage des Projektes:
www.aspwaslala.de
Schwerpunkte:
Prävention

Prävention
Ansprechpartner / Projektleiter
Name
Frau
Christine Bader
Adresse
Venusstr/ Birnenweg
12524 Berlin
Telefon
030 / 67909356
Fax
/
E-Mail
aspwaslala@fippev.de
Institution
ASP Waslala FiPP e.V.
Position
Projektleitung
Bundesland
Berlin
Land
Kooperationspartner
Name
Alexander Dietzemann
Stadt
Berlin
Institution
Mensch Umwelt Tier MUT e.V.
Land
 
Name
Hans Edelhäuser
Stadt
Berlin
Institution
Oberstufenzentrum Holztechnik
Land
 
Name
Katja Wetzel
Stadt
Berlin
Institution
Jugendamt Treptow Köpenick
Land
Finanzierung
Öffentliche Gelder
Zeitlicher Rahmen
Projekt
geplant
geplanter Beginn
--/--
Laufzeit (Monate)
--
Reichweite
Bundesland
Berlin
Evaluation
 
ja, eine Evaluation
 
findet zur Zeit statt
Publikationen
 
ja, Publikationen sind
abgeschlossen und stehen zur Verfügung
NAFDM-Zertifizierung
 
nein